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Forschung an Holzweichfaser-WDVS und Abschlussarbeit unserer neuen Kollegin

Die IBB Hauswaldt GmbH unterstützt Studierende regelmäßig bei der Erstellung von Abschlussarbeiten und bindet sie dabei direkt in aktuelle Forschungsvorhaben und Projekte ein. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Bachelorarbeit von Michelle Rosin, die sich im Rahmen ihres Studiums im Bereich Bauingenieurwesen mit dem Brandverhalten von Holzweichfaser‑Wärmedämmverbundsystemen (HWF‑WDVS) in den Gebäudeklassen 4 und 5 befasste. Grundlage der Arbeit waren die Ergebnisse und Beobachtungen zweier großmaßstäblicher Fassadenbrandversuche im Rahmen eines Forschungsvorhabens an Holzweichfaser-WDVS – ein sogenannter European‑Large‑Scale-Versuch (ELS) und eine Prüfung nach DIN 4102‑20.


Der Fokus der Arbeit lag auf der strukturierten Aufbereitung und Analyse der umfangreichen Temperatur-Messdaten, die aus der jeweils dreiwöchigen Beobachtungsdauer der Schwelprozesse gewonnen wurden. Aus über einer Million Messwerte erstellte Frau Rosin Isothermen und Videos. Diese Visualisierungen der Temperaturverläufe machten die zeitlichen und räumlichen Entwicklungen innerhalb der Systeme nachvollziehbar und bildeten damit eine wichtige Grundlage für die brandschutztechnische Bewertung moderner HWF‑WDVS.


Schematische Darstellung des Fassadenaufbaus im European‑Large‑Scale‑Brandversuch (ELS) mit Klassifizierung der Schadensmuster, Brandriegeln und den erkannten Bereichen von Schwel‑, Glimm‑ und Vollbrandprozessen aus der Bachelorarbeit von Michelle Rosin.
Fassadenaufbau im ELS-Versuch mit Darstellung der beobachteten Schadensmuster nach dem Brandversuch (Quelle: Bachelorarbeit von Michelle Rosin)

Aussagen zu projektbezogenen Ergebnissen oder endgültigen Bewertungen bleiben der offiziellen Veröffentlichung des Forschungsvorhabens vorbehalten. Der Abschlussbericht wird dem Forschungsgeber DIBt voraussichtlich im April 2026 übergeben.


Für Frau Rosin bot die Bachelorarbeit die Möglichkeit, mit realen Versuchsdatensätzen zu arbeiten und die Schnittstelle zwischen Prüfstand, Datenauswertung und brandschutztechnischer Interpretation kennenzulernen. Die IBB Hauswaldt begleitete diesen Prozess fachlich, stellte den Zugang zu den Messdaten her und unterstützte die Auswertung im technischen Kontext.


Die sehr gute Bewertung der Arbeit erfolgte durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Nicklisch, der seit 2025 an der HTWK Leipzig die Professur für Baukonstruktion und Brandschutz innehat, sowie durch Herrn Dr.-Ing. Hauswaldt als Zweitgutachter.


Die enge Zusammenarbeit im Rahmen der Bachelorarbeit führte schließlich dazu, dass Michelle Rosin zum 1. Januar 2026 fest in das Team der IBB Hauswaldt übernommen wurde. Dieses Beispiel zeigt, wie praxisorientierte Abschlussarbeiten den Einstieg in anspruchsvolle Aufgabenbereiche des Brandschutzingenieurwesens ermöglichen und gleichzeitig wertvolle Impulse für laufende Projekte liefern.

 
 
 

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